Rendite kontra Lebensqualität

Die Vivico ist u.a. neben der Entwicklung für Quitzowstr./Siemensstr., das neue Quartier am Hauptbahnhof und dem Quartier Heidestraße, auch für die Entwicklung des Mittelbereichs der Lehrter Straße zuständig. Gebaut werden sollen auf dem Gelände ca. 400 Wohnungen und ca. 267 Gewerbeeinheiten. Das bedeutet nach dem Willen der Vivico auch das Aus für das dort ansässig gewordene Kleingewerbe und der Kleingartenanlage der Eisenbahnlandwirtschaft. Eine Initiative, bestehend aus Anwohnern, Kleingewerbetreibenden und Kleingärtnern überreichte den Vertretern der Vivico, des Stadtplanungsamts Mitte und des Gebietsbeauftragten Gruppe Planwerk des Programms Stadtumbau West einen Forderungskatalog für die Zukunft des Mittelbereichs östlich der Lehrter Straße. Darin wurde unter anderem gefordert, das die Lehrter Straße als ruhige und grüne Wohnstraße mit ihrem Kleingewerbe und ihren Gärten erhalten bleiben, und zusätzlich Gemeinschaftsgärten angelegt werden sollen. So wie es aber aussieht, wird das Gelände den Verwertungsinteressen des Investors untergeordnet.
Jetzt ist zu hören, das die BVV am 18.06. auf Initiative der Bündnisgrünen, der sich die Grauen, und man höre und staune, auch die SPD anschloss, beschlossen hat, dass alle Kleingärten bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen sind. Auf Wunsch der SPD wurde unser Ursprungsantrag noch um den Satz ergänzt: „Hierbei ist zu beachten, dass dem Bezirk keine Mittel zum Ankauf von Flächen zur Verfügung stehen.“
Schon 5 Tage später gab es seitens der Vivico eine Reaktion: Stadtentwicklungsstadtrat Gothe erhielt ein Schreiben, in dem die Vivico wortreich die Umsetzung des BVV-Beschlusses abgelehnt haben soll. Um diese Gegensätze auszudiskutieren, ist in der kommenden öffentlichen Stadtentwicklungsausschusssitzung am 6.7.2009 ein „Aufeinandertreffen der Kontrahenten – BVV versus Vivico“ angesagt. Wer sich für das Thema interessiert, ist aufgerufen, sich am 6.7., gegen ca. 18.15 Uhr einzumischen.
Quellen: http://www.moabitonline.de/1456 und meine Ohren
Wer aber ist Vivico?
Vivico wurde 2001 von der BRD und dem Bundeseisenbahnvermögen gegründet, um ehemalige Bahngrundstücke zu verwerten. Im Dezember 2007 wurde die Vivico für 1,03 Milliarden Euro, unter der Federführung von Sal. Oppenheim, an die östereichische CA Immo verkauft. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vivico
Laut http://www.vivico.de/deutsch/Unternehmen/Wir_ueber_uns/index.html sitzt die Vivico auf einem Portfolio von rund 6,9 Mio. Quadratmetern.
Antike Bauelemente

Antike Bauelemente ©Hans Richter

Die Vivico ist u.a. neben der Entwicklung für Quitzowstr./Siemensstr., dem neuen Quartier am Hauptbahnhof und dem Quartier Heidestraße, auch für die Entwicklung des Mittelbereichs der Lehrter Straße zuständig. Gebaut werden sollen auf dem Gelände 60% Wohnungen (ca. 400) und 40% Gewerbe. Das bedeutet nach dem Willen der Vivico auch das Aus für das dort ansässig gewordene Kleingewerbe und der Kleingartenanlage der Eisenbahnlandwirtschaft.

Eine Initiative, bestehend aus Anwohnern, Kleingewerbetreibenden und Kleingärtnern überreichte den Vertretern der Vivico, des Stadtplanungsamts Mitte und des Gebietsbeauftragten Gruppe Planwerk des Programms Stadtumbau West einen Forderungskatalog für die Zukunft des Mittelbereichs östlich der Lehrter Straße. Darin wurde unter anderem gefordert, das die Lehrter Straße als ruhige und grüne Wohnstraße mit ihrem Kleingewerbe und ihren Gärten erhalten bleibt, und zusätzlich Gemeinschaftsgärten angelegt werden sollen. So wie es aber aussieht, wird das Gelände den Verwertungsinteressen des Investors untergeordnet.

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Ludwig Erhard (1953)

Ich erlebe es immer wieder, dass auf der einen Seite wirtschaftliche und unternehmerische Kräfte ständig an den Staat mit der Bitte herantreten, er möge ihnen doch auf diesem oder jenem Gebiet irgendwelche Hilfe oder Unterstützung zuteil werden lassen … Alle Wohltaten, die er bezeugt, muss er weniger wohltätig ja dem Staatsbürger erst abnehmen.

Ob Ludwig Erhardt, der damals für Vermögenssteuer und hohe Steuersätze für Spitzenverdiener eintrat, um den Wohlstand einer breiten Bevölkerung zu garantieren, heute als Sozialist durchginge?

Planet Wave

Planet Wave

Planet Wave 2008 ©Hans Richter

Auch dieses Jahr gibt es auf dem morbiden Hinterhof des Open Air Kinos im Berliner Bahnhofsviertel wieder ordentlich was auf die Ohren. Das Slaughterhouse veranstaltet im Rahmen der Fete de la Musique am 21.06.09 ab 16h das Planet Wave-Festival.
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Wertpapiere

Warum heißen Wertpapiere Wertpapiere, auch wenn sie wertlos sind?

Warum geht es mir so dreckig?

Einen Tag nach der großen Klatsche bei der Europawahl dudelt die Parteispitze der SPD immer noch das Lied, welches schon am Wahlabend auf allen Kanälen lief: Die Wahlbeteiligung sei Schuld am miesen Ergebnis. Münteferings Tenor seiner Stellungsnahme: Im Großen und Ganzen sei nichts schief gelaufen.

Tatsache ist aber, das die SPD nach der Installierung der Agenda 2010, insbesondere Hartz I-IV, einen Teil ihrer Wählerschaft schon lange verloren hat. Ein radikaler personeller Umbruch ist nötig, und die glaubwürdige Abkehr von Hartz IV, Agenda 2010 und Rentenklau. Steinmeier, als ehemaligen Mitstreiter Gerhard Schröders, ist einfach unglaubwürdig für einen neuen Linkskurs. Solange die Spitze der SPD das nicht sehen will, wird sie sich auch morgen fragen: Warum geht es mir so dreckig?

Wenn wir 16 Jahre Kohl ertragen haben, dann halten wir auch noch mal 4 Jahre Merkel durch.

Hallo Welt!

Lehrter-Kiez.de formiert sich gerade. In der Zwischenzeit nutzt die Redaktion die freie Zeit dazu, die ukrainische Putzfrau (sind ja billiger als polnische) in ihre Arbeit einzuweisen.

Sie müssen also erstmal allein mit sich und Ihrem beschissenen Leben zurande kommen. Essen sie mehr Schweinefleisch und saufen sie wie ein Loch.

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