Mit „Mittenmang“ auf Kundenfang

Mit der Zeitung „Mittenmang“ geht die Groth Gruppe auf Kundenfang für ihre Eigentumswohnungen

In der Lehrter Straße entsteht ein neues Wohnviertel. Entlang der Bahntrasse plant Berlins bekanntester Immobilienentwickler rund 1000 Wohnungen hinzuknallen. Für die Lehrter ein ziemlich großer Brocken. Um die Sympathie der Bewohner und Bewohnerinnen der Lehrter zu gewinnen, übt sich die Groth Gruppe im Dialog. Sie führte Informationsveranstaltungen durch, und nahm an Führungen und runden Tischen teil. Sogar einen Vertreter haben sie in den „Betroffenenrat Lehrter Straße“ geschickt, um der Bevölkerung auf’s Maul zu schauen.

Jetzt, nachdem als letztes Hindernis für die bauvorbereitenden Maßnahmen die Hütte eines Wohnungslosen zerstört worden ist, wendet die Groth Gruppe mit einer Zeitung namens „Mittenmang“ in einer Charmeoffensive an interessierte Nachbarn. Das Blättchen soll in das Kiezleben der Lehrter entführen, Geschichten erzählen und Menschen vorstellen. Sogar das Quartier wird jetzt „Mittenmang“ genannt. Soll wohl Bodenständigkeit suggerieren. Bei 158 Sozialwohnungen von 1000 wohl nicht ganz passend. Wie bodenständig die Groth Gruppe ist, sieht man auch bei einem anderen umstrittenen Projekt, in das die Groth Gruppe involviert ist. Die Rede ist von der Kleingartenkolonie Oeynhausen. Dort sollen von 900 Wohnungen nur 65 preisgebunden sein.

Nachtrag:
Charmoffensive geht weiter. Jetzt hat auch noch das Bezirksamt den Antrag der Groth Gruppe beschlossen, eine Privatstraße im Baugebiet nach Klara Franke zu benennen.

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